Konzept Regionale 2003/2004
Programm | Raum-Inhalt-Neue Räume | Ausblick und Grundsatz

I     II    III
 


Musik-Raum-Programm REGIONALE 2004
Plädoyer für eine programmatische Neubelebung
von Eberhard Kloke

 
           
   

Ein Programm zu haben, meint bezogen auf den gängigen Konzertbetrieb zunächst, mit den auf das Programm gesetzten Einzelstücken eine sinnvolle Verbindung untereinander herzustellen. Dabei umreißt die Frage, welche Stücke oder Stoffe in welche Zusammenhänge gedacht oder gebracht werden, nur einen kleinen, jedoch nicht unwichtigen Teil der Programmdebatte*.

   
 


Hat man also ein Programm, wenn man mit den ausgewählten Stücken oder dem Gesamtprogramm eine Intention verfolgt?
Hat man ein Programm, wenn Kulturakzente inhaltlich oder strategisch gebündelt werden?
Hat man ein Programm, wenn Einzel-Intentionen sich in größere Sinnzusammenhänge subsumieren lassen?

So könnte sich, ein programmatisches Konzept zu haben, dadurch definieren, mittels Musik lebendige und immer wieder neue Frage- und Themenstellungen und neue Gesamtzusammenhänge zu kreieren. Auf der anderen Seite könnten mit spannenden Einzelprojekten ästhetisch-geschärfte programmatische Zeichen gesetzt werden. Daß dies naturgemäß immer auch Auswirkungen auf die Aus- und damit Aufführungsästhetik hat, ist, obwohl logisch, offenbar keine Selbstverständlichkeit für Interpreten wie Rezipienten.

 


Da die Ästhetik von Programmatischem einem ständigen Wandel und Wechsel ausgesetzt ist, könnte unabhängig von Moden oder Trends die idée fixe eines Programmes im Sinne einer durchlaufenden Idee hergestellt und festgestellt werden.



Die jeweiligen Zeit-Dimensionen und Zeit-Implikationen, also ein lebendiger "Zeitfluss" zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, muß mit in die programmatischen Reflexionen einbezogen werden.
 
         
    weiter...  
    Programm | Raum-Inhalt-Neue Räume | Ausblick und Grundsatz